Sicherheit kritischer Infrastruktur: VBEW fordert „Sicherheitspakt Bayern“
Bayerische Energie- und Wasserwirtschaft setzt auf einen verbindlichen Schulterschluss mit dem Staat als starkes Signal für mehr Resilienz
Die Sicherheit der Energie- und Wasserversorgung in Bayern muss angesichts einer verschärften Bedrohungslage weiter gestärkt und noch enger zwischen Staat und Unternehmen verzahnt werden. Aus diesem Grund hat der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) beim Runden Tisch „Schutz der bayerischen Energieinfrastruktur“ des Bayerischen Innenministeriums und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums einen klaren Vorschlag eingebracht: einen verbindlichen Sicherheitspakt Bayern.
„Die Bedrohung ist real und sie verlangt jetzt entschlossenes Handeln“, betont VBEW-Hauptgeschäftsführer Marian Rappl. „Es geht um die Stabilität unseres Landes und das Vertrauen der Menschen in eine funktionierende Energie- und Wasserversorgung. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Sicherheit kritischer Infrastrukturen noch robuster zu machen und ihr politisch wie operativ das Gewicht zu geben, das ihrer Bedeutung entspricht.“
Sicherheitspakt Bayern als nächster notwendiger Schritt
Im Mittelpunkt der VBEW-Position steht ein Sicherheitspakt Bayern, der die Zusammenarbeit zwischen Staat, Blaulichtorganisationen, Bundeswehr und Versorgungsunternehmen verbindlich strukturiert. Vorgesehen sind eine klare staatliche Koordinierung, feste und regelmäßige Austauschformate sowie eindeutige Zuständigkeiten im Krisenfall. Ergänzt werden soll dies durch regionale Sicherheitsnetzwerke, einen sektorenübergreifenden Ansatz und einen verlässlichen rechtlichen und finanziellen Rahmen für Investitionen in Resilienz.
„Wir brauchen ein gemeinsam getragenes und institutionell fest verankertes System der Zusammenarbeit“, so Rappl. „Sicherheit muss strukturiert, verbindlich und belastbar organisiert werden.“
Klare Verantwortungsteilung zwischen Staat und Unternehmen
Die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft investieren seit Jahren intensiv in Versorgungssicherheit und Resilienz. Gleichzeitig macht der VBEW deutlich: Die Absicherung kritischer Infrastrukturen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Versorger können viel leisten – aber sie können keine hoheitlichen Aufgaben übernehmen und nicht flächendeckend für Sicherheit sorgen“, erklärt Rappl. „Hier braucht es einen klaren Schulterschluss mit dem Staat.“
Konkretes Sicherheitsbekenntnis für Bayern
Der vorgeschlagene Sicherheitspakt ist aus Sicht des VBEW kein symbolischer Ansatz, sondern ein konkretes Signal für mehr Sicherheit und Verlässlichkeit. „Ein Sicherheitspakt Bayern ist ein klares Bekenntnis von Staat und Betreibern“, betont Rappl. „Angesichts wachsender Bedrohungen kommt es jetzt darauf an, dieses Bekenntnis verbindlich abzulegen – für ein entschlossenes, vorausschauendes und gemeinsames Handeln.“
Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW
Kommunikation
Wilhelm-Wagenfeld-Straße 4
80807 München
Tel. 089 / 38 01 82-45
Fax 089 / 38 01 82-29
E-Mail: vbew@vbew.de
Internet: http://www.vbew.de