Resilienz ist Kernauftrag der öffentlichen Daseinsvorsorge. Der VBEW setzt sich deshalb dafür ein, diesen Anspruch auch politisch und regulatorisch konsequent zu verankern.
Wasserversorger brauchen die Sicherheit, frühzeitig und langfristig planen zu können: in robuste Leitungsnetze, leistungsfähige Speicher, zukunftsfähige Verbundlösungen und einen wirksamen Ressourcenschutz. Das setzt ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten voraus – gerade angesichts steigender Investitionsbedarfe bei gleichzeitig begrenzter kommunaler Steuerbasis und rückläufiger staatlicher Förderungen. Der kommunale Gestaltungsspielraum muss dabei erhalten bleiben: Dezentralität und regionale Verantwortung sind Stärken der bayerischen Wasserwirtschaft, keine Schwäche.
Gleichzeitig gilt es, Kooperationen gezielt weiterzuentwickeln – über Versorgungsgrenzen hinweg, zwischen Kommunen, Zweckverbänden und überregionalen Strukturen. Verbundlösungen schaffen Redundanz und Sicherheit dort, wo einzelne Versorger an ihre Grenzen stoßen.
Vorsorge vor Krise. Resilienz entsteht nicht im Ernstfall – sie muss täglich gelebt, geplant und finanziert werden.
Das bedeutet konkret: widerstandsfähige Infrastrukturen, die auch unter veränderten klimatischen Bedingungen funktionieren; klare Verantwortlichkeiten zwischen Wasserversorgungsunternehmen, Kommunen und staatlichen Stellen; und langfristige Investitionen. Denn bei Störungen, die ein einzelnes Wasserversorgungsunternehmen nicht mehr bewältigen kann, sind Kommunen und Länder im Rahmen der Daseinsvorsorge gefordert – ein funktionierendes Zusammenspiel aller Ebenen ist daher unerlässlich.
Belastbare Daten, vorausschauende Planung und qualifiziertes Personal sind dabei ebenso entscheidend wie der enge Austausch zwischen allen Akteurinnen und Akteuren der Branche. Nur so bleibt die Wasserversorgung in Bayern auch künftig das, was sie sein muss: verlässlich, zukunftsfest und resilient.