Vom 9. bis 18. Oktober 2026 findet die Bayerische Klimawoche statt. Unter dem Dach der Bayerischen Klima-Allianz machen Menschen, Kommunen, Unternehmen und Organisationen in ganz Bayern sichtbar, wie Klimaschutz und Klimaanpassung konkret vor Ort umgesetzt werden. Die Aktionswoche steht für gemeinsames Engagement, innovative Ideen und die Überzeugung, dass die Transformation zu einer klimaneutralen Zukunft nur gemeinsam gelingen kann.
Auttakt im Zeichen der bayerischen Klimastreifen
Ein starkes Symbol setzt der Auftakt der diesjährigen Klimawoche: Das Schloss Neuschwanstein wird in den Farben der bayerischen Klimastreifen illuminiert. Die Streifen zeigen die Entwicklung der durchschnittlichen Jahrestemperaturen in Bayern von 1881 bis 2025. Aus den kühlen Blautönen der Vergangenheit werden zunehmend warme Rot- und Dunkelrottöne der Gegenwart. Kaum ein anderes Bild macht die Veränderungen unseres Klimas so eindrucksvoll und zugleich so verständlich sichtbar.
„Die bayerischen Klimastreifen führen eindrucksvoll vor Augen, was die Wissenschaft seit Jahren belegt: Der Klimawandel ist Realität. Er betrifft nicht nur andere Regionen der Welt, sondern auch Bayern ganz konkret. Klimaschutz ist deshalb keine abstrakte Zukunftsaufgabe, sondern eine Verantwortung, die wir heute wahrnehmen müssen“, erklärt Marian Rappl, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft.
Die Folgen sind vielerorts bereits spürbar. Längere Hitzeperioden belasten Menschen und Gesundheitssysteme. Trockenheit setzt Wäldern, Böden und Gewässern zu. Gleichzeitig nehmen Starkregen- und Hochwasserereignisse zu und stellen Kommunen sowie Infrastrukturen vor wachsende Herausforderungen. Der Klimawandel bedroht nicht nur natürliche Lebensräume, sondern wirkt sich zunehmend auch auf Versorgungssicherheit, Wirtschaftskraft und Lebensqualität aus. Klimaschutz und Klimaanpassung gehören deshalb zu den zentralen Zukunftsaufgaben für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.
Energiewende vor unserer Haustür
Die Antwort auf diese Herausforderungen wird maßgeblich vor Ort gestaltet. Die bayerischen Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Klimaschutz praktisch umgesetzt werden kann. Sie integrieren erneuerbare Energien in die Netze, treiben die Wärmewende voran, investieren in Speichertechnologien und sorgen gleichzeitig jeden Tag für eine sichere Versorgung mit Energie und Wasser.
„Die Energiewende entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern in den Regionen, Städten und Gemeinden. Unsere Unternehmen investieren in Erneuerbare Energien, Netze, Anlagen, Speicher und innovative Technologien. Sie schaffen damit die Grundlage für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stärke gleichermaßen“, so Marian Rappl.
Die Herausforderungen sind groß, doch die Lösungen sind bekannt. Der Ausbau erneuerbarer Energien, leistungsfähige Strom- und Gas- und Wassernetze, moderne Speichertechnologien sowie eine widerstandsfähige Wasserinfrastruktur sind zentrale Bausteine auf dem Weg zur Klimaneutralität. Gleichzeitig stärken sie die Resilienz des Standorts Bayern und sichern die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Industrie.
Die Bayerische Klimawoche zeigt deshalb nicht nur die Herausforderungen des Klimawandels auf. Sie macht auch sichtbar, wie viele Menschen und Institutionen bereits heute an konkreten Lösungen arbeiten. Sie steht für Zuversicht, Innovation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Weitere Informationen zur Bayerischen Klimawoche finden Sie auf der Website der Bayerischen Klimawoche 2026
Fotonachweis: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz