Bundesweit erhielten Projekte mit insgesamt 5,16 Gigawatt gesicherter Leistung einen Zuschlag. In Bayern kommt mit Leipheim lediglich ein Projekt mit 320 Megawatt zum Zuge.
„Wir müssen Versorgungssicherheit vom Bedarf her denken. Bayern ist einer der stärksten Wirtschafts- und Industriestandorte Europas und braucht ein Stromsystem, das auch dann zuverlässig funktioniert, wenn wenig Strom aus Wind und Sonne zur Verfügung steht. Dafür benötigen wir deutlich mehr gesicherte und flexibel einsetzbare Leistung im Freistaat“, sagt Marian Rappl, Hauptgeschäftsführer des VBEW.
Mit dem weiteren Ausbau von Photovoltaik und Windenergie wächst der Bedarf an gesicherter und steuerbarer Leistung. Diese muss dann zur Verfügung stehen, wenn die wetterabhängige Stromerzeugung nicht ausreicht.
„320 Megawatt zusätzliche gesicherte Leistung reichen für Bayern nicht. Wir brauchen deutlich mehr steuerbare Erzeugungskapazitäten im Freistaat. Die nächsten Ausschreibungsrunden müssen deutlich mehr für Bayern bringen“, so Rappl weiter.
Die starke Überzeichnung der ersten Ausschreibungsrunde zeigt, dass ausreichend Investitionsbereitschaft vorhanden ist: Geboten wurden rund zwölf Gigawatt bei einem Ausschreibungsvolumen von 4,5 Gigawatt. Aus Sicht des VBEW braucht Bayern jetzt eine klare Perspektive für weitere Investitionen in gesicherte und steuerbare Erzeugungsleistung.