14.11.17

COP23: Beim Klimaschutz ist jeder in der Stadt gefordert

Bei der Mobilität haben die Kommunen und die Bürger die Hebel in der Hand. CO2-Emissionen schnell senken und den Klimaschutz massiv unterstützen können Städte und Gemeinden in Bayern, wenn Sie die Voraussetzungen für den Einsatz von CNG-Fahrzeuge lokal verbessern und diese vor allem als Vorbild für die Bürger selbst einsetzen. Das ist ganz im Sinne der Experten, die derzeit bei der 23. UN-Klimakonferenz (COP23) in Bonn beraten und bei den Städten und deren Bürger die entscheidenden Hebel sehen, den Klimaschutz voranzubringen.

„Fast die Hälfte der weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen in Städten, darum müssen Städte auch Teil der Lösung sein“, stellte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im Vorfeld der Klimakonferenz fest. Und gerade, da wichtige Regierungen dem Klimaschutz derzeit weniger Priorität einräumen, wächst die Eigenverantwortung vor Ort. Besonders bei der Mobilität können die Kommunen die CO2-Emissionen schnell herunterfahren: „Städte und Gemeinden erzielen hohe Einsparungen in kurzer Zeit, wenn sie sich aktiv für eine gute CNG-Infrastruktur einsetzen“, betont Juliane Gött, Vorsitzende des Landesinitiativkreis ErdgasMobilität Bayern. Detlef Fischer, Geschäftsführer des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft, nennt dafür besonders zwei Maßnahmen: „Kommunen sollten den Busverkehr von Diesel auf CNG umstellen und mit dem eigenen Fahrzeugpark konsequent voran gehen.“ Die früher Erdgasautos genannten CNG-Fahrzeuge sind nach Ansicht von Fachleuten ein schneller und vor allem günstigster Weg zu einer CO2-armen Mobilität.

Entscheidend für die Begrenzung der Erderwärmung ist, dass die Maßnahmen schnell umgesetzt und wirksam werden. Da sich das heute freigesetzte CO2 in der Atmosphäre sammelt, reicht es nicht Einsparungen für 2030 zu planen. Und lokal besitzt die Mobilität dafür große Reduktions-Potenziale. „Gebäude zu dämmen und Heizungen auszutauschen führt aufgrund der langen Inves­titionszyklen erst relativ langsam zu Erfolgen. Auch das Hoffen auf die Elektromobilität reicht nicht aus“, sagt Gött. Dazu käme, dass in den Rathäusern und Landratsämtern hier auch keine wirk­samen Maßnahmen umgesetzt werden können, solange die Entscheidungen zur Förderung der CNG Mobilität in Berlin noch auf sich warten lassen und die Autohersteller noch keine Elektro­autos für den Massenmarkt anbieten.

CNG-Fahrzeuge verringern bereits mit Erdgas betankt die CO2-Emissionen gegenüber vergleichbaren Benzinern um mehr als 20 Prozent. Da das Gas an den Tankstellen in Deutschland schon heute rund 20 Prozent Biomethan enthält, sinkt der Treibhausgas-Ausstoß nochmals um ein Fünftel. Wenn die Tankstellenbetreiber wie in Augsburg und München komplett auf regenerativ erzeugtes Biomethan setzen, dann sind CNG-Fahrzeuge fast klimaneutral unterwegs – zu Treibstoffkosten, die meist deutlich niedriger als mit Benzin und Diesel liegen. Und neben den CO2-Vorteilen erzeugen die CNG-Fahrzeuge keine Probleme mit Stickoxiden und Feinstaub. Das ist gerade in Städten ein nicht zu unterschätzender Aspekt.

Eine echte Alternative: alltagstauglich und am Markt verfügbar

Die Produktpalette an CNG-Fahrzeugen ist deutlich gewachsen und auch für 2018 sind interes­sante Modelle angekündigt. Im Alltag unterscheiden sich die klimaschonenden Modelle kaum von den konventionellen Fahrzeugen: Sie liegen bei Reichweite und Kofferraumvolumen auf ähnlichem Niveau. ADAC und Feuerwehr bestätigen, dass die Sicherheit mindestens so hoch wie bei kon­ventionellen Fahrzeugen ist. An der Tankstelle jedoch merkt der CNG-Fahrer die deutlich niedrigeren Kraftstoffkosten sofort.

Medienkontakt:
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CNG-Mobilität in Bayern

Der "Landesinitiativkreis ErdgasMobilität Bayern", ein Zusammenschluss von bayerischen Ener­gieversorgern, hat sich zum Ziel gesetzt, Fahrzeuge mit CNG-Antrieb als klimaschonende, wirt­schaftliche und zukunftsweisende Alternative bekannt zu machen, damit die Zahl der CNG-Fahr­zeuge auf Bayerns Straßen weiter zunimmt. Der LIK Bayern sieht seine Aufgabe in der aktiven Imagebildung und Steigerung der Bekanntheit sowie der Förderung der regionalen Vermarktung von CNG aus Erdgas, Biomethan und Methan aus Ökostrom als Kraftstoff in Bayern.

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