Prosumer/Installateure

Hier wird noch fleißig programmiert.

Der Online-Shop wird von der VBEW Dienstleistungsgesellschaft mbH betrieben.

Unser neuestes “Ich mach’s mit PV“ T-Shirt können Sie bereits jetzt per E-Mail (a.behnisch(at)vbew.de) bestellen (Kosten pro Stück 28,00 € zzgl. Versandkosten, Größenauswahl L und XL).

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Markstammdatenregister

Das Marktstammdatenregister ist ein umfassendes behördliches Register für Stammdaten des Strom- und Gasmarktes, das von Behörden und Marktakteuren des Energiebereichs genutzt werden muss.

So haben auch private Anlagenbetreiber die Pflicht, ihre Anlage(n) im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur anzumelden. Vor dem 31.01.2019 in Betrieb genommene Photovoltaik-Anlagen (einschließlich Stromspeicher) mussten bis zum 31.01.2021 registriert sein; danach in Betrieb genommene Anlagen bereits einem Monat nach Inbetriebnahme der Anlage. Bundesnetzagentur und Stromnetzbetreiber informieren die Anlagenbetreiber regelmäßig über diese von ihnen zu erledigende Aufgabe.

Wichtig für den Zahlungsanspruch: Damit die Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) ohne Abzüge ausbezahlt werden können, müssen die durch den Gesetzgeber vorgegebenen Registrierungspflichten beachtet werden. Ansonsten tritt keine Fälligkeit des Anspruchs auf eine Auszahlung ein!

Weitere Informationen und den Zugang zum Marktstammdatenregister finden Sie hier.

EEG-Navigator

Die VBEW Dienstleistungsgesellschaft bietet privaten Stromerzeugungsanlagenbetreibern die Nutzung des EEG-Navigators zum Sonderpreis von 100 Euro für ein Jahr an (Angebot gültig bis zum 31.12.2021, weitere Informationen in der Rubrik EEG-Navigator).

EEG-Umlage

Mit dem EEG 2021 wurde die sog. Bagatellgrenze für Eigenversorgungsanlagen, welche Strom aus erneuerbaren Energien (sog. EEG-Anlagen) erzeugen, auf 30 kW und einer jährlich privilegierten Strommenge von 30.000 kWh erhöht. Unterhalb dieser Grenzen fällt auf den selbstverbrauchten Strom keine EEG-Umlage an. Bei Stromerzeugungsanlagen aus fossilen Energieträgern (z. B. Erdgas-BHKW) gelten die alten Grenzen weiter (10 kW/10.000 kWh). Mittlerweile fällt es selbst ausgewiesenen EEG-Experten schwer, den Überblick bei den gesetzlichen Vorgaben zur EEG-Umlage auf Eigenversorgung zu behalten. Aus diesem Grund haben wir eine vereinfachte Grafik entwickelt (siehe Rubrik EEG-Umlage).

Weitere Arbeitshilfen und Formulare zur Umsetzung der EEG-Umlage auf Eigenversorgung finden Sie im EEG-Navigator der VBEW Dienstleistungsgesellschaft mbH.

Die Planung und der Betrieb von komplexen Eigenversorgungsanlagen (z. B. mit Speicher und Elektromobilitätsladelösungen) birgt insbesondere für Unternehmen diverse rechtliche und bürokratische Fragestellungen. Hierfür empfehlen wir eine konzeptspezifische Einzelfallberatung die regelmäßig auch mit Kosten verbunden sein wird. Diese sind aber allemal niedriger, als beispielsweise hohe Nachforderungen der Behörden und Netzbetreiber an Steuern und Umlagen.

Die VBEW Dienstleistungsgesellschaft mbH arbeitet in diesen Fällen seit vielen Jahren mit der Rechtsanwaltkanzlei Fey Hill Bunnemann zusammen.

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist seit seiner ersten Ausgabe im Jahr 2000 enorm gewachsen. Selbst ausgewiesene EEG-Experten haben Mühe, die Wirkung aller Vorgaben für die Praxis zu durchblicken. Haben Sie Fragen zu komplexen Auslegungsfragen rund um das EEG? Dann steht Ihnen Herr Walter Rieger, RIWA Energieberatung als Ansprechpartner gerne mit Rat und Tat für ihre anlagenspezifischen Fragen zur Verfügung. Bitte nehmen Sie mit Ihm zu Ihrer Frage Kontakt auf (walter.rieger(at)gmx.net) und Sie erhalten umgehend eine Antwort und bei komplexeren Fragestellungen eine Kostenschätzung dafür.

 

Immer mehr Energieversorger denken und arbeiten über den Hausanschluss hinaus und bieten maßgeschneiderte Eigenversorgungslösungen für Ihre Kunden an. Sie alle sind überzeugt davon, dass in einer sinnvollen Kombination von Eigenversorgung und Energiebezug über die Gas- und Stromnetze die Zukunft einer nachhaltigeren Energieversorgung liegt.

Die Stadtwerke Dorfen sind nicht nur ein regionaler Versorger, sondern auch ein serviceorientierter Dienstleister rund um Energie, Wärme, Wasser, Installation und Kommunikation. Das Unternehmen wandelt sich damit vom Versorger zum Umsorger und bietet Komplettlösungen aus einer Hand für Ihre Prosumerlösung an.

 

Die Bayernwerk AG versteht sich mit ihrer Töchtern der Bayernwerk Netz GmbH und der Bayernwerk Natur GmbH als maßgeblicher Treiber für eine engere Vernetzung der traditionellen Energiewirtschaft mit der neuen Prosumerwelt in Bayern. Egal, ob es um den Netzanschluss Ihrer Anlage geht oder ob Sie Ihren Strom speichern oder regional vermarkten wollen, die Experten des Bayernwerkes helfen Ihnen für Ihre Energielösung maßgenschneidert weiter.

 

Die schwaben regenerativ bietet Ihnen als zuverlässiger und kompetenter Partner für Ihr Unternehmen maßgeschneiderte Dienstleistungen rund um das Thema Energieanlagen an. Sie erhalten professionelle Unterstützung bei der Planung, Bau und Betrieb von Bio-Erdgas-Aufbereitungsanlagen und -einspeiseanlagen, Fernwärmenetzen, Biomasse-Heizkraftwerken und Blockheizkraftwerken.

 

Immer mehr Energieversorger helfen ihren Kunden professionell beim Einstieg in die Prosumerwelt, denn jeder hat mal klein angefangen. Sie verfügen über eine sonnige Terrasse, einen Balkon oder eine freie Fläche, die aktuell besser genutzt werden könnte? Dann packen Sie jetzt die Gelegenheit am Schopf, um sich ein Stück Eigenständigkeit bei der Stromversorgung zu sichern. Es bietet sich eine kompakte Solaranlage für die Steckdose an, die tagsüber das Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandelt und direkt in Ihren heimischen Stromkreis einspeist. Jedes Gerät in ihrem Haushalt nutzt dann zuerst ihren „eigenen“ Strom, bevor fehlende Kapazitäten aus dem örtlichen Versorgungsnetz entnommen werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt dieser Unabhängigkeit ist die Gewissheit, dass sie 100 Prozent Öko-Strom nutzen und somit aktiv die Energiewende gestalten.

Beispielsweise die Stadtwerke Forchheim bieten Komplettlösungen einschließlich der fachkundigen Montage an. Das Unternehmen hilft auch beim Umbau ausgeförderter EEG-Anlagen von Volleinspeisung in die Eigenversorgung.

Anlage des Monats Mai 2021

Der Eigentümer dieser Anlage ist Thomas Freisinger aus Merching. Sein neues Smart-Passiv-Haus ist schon fast vollendet. Jetzt geht es nur noch darum die letzten energetischen Potentiale zu heben und die ganze Familie von der Energiewende sowie dem sorgsamen Umgang mit der selbstgemachten Energie zu begeistern.

Den Leserbrief von Thomas Freisinger zur Energiewende "Dahoam" des VBEW-Geschäftsführers finden Sie hier. Die Bewerbung zur Anlage des Monats mit weiteren interessanten Informationen hat Herr Freisinger hier zusammengefasst.

 

Anlage des Monats April 2021

Mit viele Liebe zum Detail hat Helmut Wiebel aus Friedberg/Schwaben seinen bifazialen Photovoltaik-Sichtschutz (kann das Licht von beiden Seiten nutzen) gestaltet. Hier kam es nicht auf einen möglichst hohen Ertrag oder eine üppige Rendite an. Es stand der Multifunktionscharakter der Anlage im Fokus.

An der nachfolgenden Grafik kann man sehr schön erkennen, wie das Modul zweimal am Tag seine „Spitzenleistung“ zur Verfügung stellt. So schenkt einem die Sonne länger am Tag wertvollen hausgemachten Strom.

 

Anlage des Monats März

Die Anlage des Monats März stammt von Detlef Fischer aus Eching.

Bevor es mit dem Stromerzeugen so richtig los gehen kann, sind von den Anlagenbetreibern einige Vorgaben des Gesetzgebers und im Falle einer netzgekoppelten Anlage auch vom zuständigen Stromnetzbetreiber zu beachten. Die Internetseite der Bayernwerknetz GmbH gibt dafür einen guten Überblick. Den für Sie zuständigen Netzbetreiber finden Sie hier.

Stromnetzbetreiber sind berechtigt, Technische Anschlussbedingungen (TAB) an den Anschluss und den Betrieb von elektrischen Anlagen am Niederspannungsnetz festzulegen. Im Jahr 2019 hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - BDEW seinen überarbeiteten Musterwortlaut veröffentlicht und der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW hat diesen um Hinweise ergänzt. Viele Stromnetzbetreiber in Bayern haben diese Festlegungen übernommen.

Bitte erkundigen Sie sich für Ihr Prosumerprojekt bei dem für Sie zuständigen Netzbetreiber nach seinen gültigen Technischen Anschlussbedingungen.

VBEW-Hinweise zur TAB 2019

Gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist für Stromerzeugungsanlagen, die bis zum 31.12.2000 in Betrieb genommen wurden, die gesetzliche Einspeisevergütung zum 31.12.2020 ausgelaufen (Ausnahme Wasserkraft). Für Anlagen die im Jahr 2001 in Betrieb genommen wurden endet die gesetzliche Einspeisevergütung zum 31.12.2021. Grundsätzlich besteht weder eine Pflicht zum Abbau noch zum Weiterbetrieb der EEG-Anlage. Der VBEW hat eine Kurzinformation sowie ein Preisblatt für betroffene Anlagenbetreiber erstellt.

VBEW Preisblatt ausgeförderte Anlagen

VBEW-Kurzinformation EEG-Verguetungsende

Zur Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in die Praxis bietet die VBEW Dienstleistungsgesellschaft mbH eine EDV-gestützte Umsetzungshilfe (EEG-Navigator) an, die unter der Internetadresse www.eeg-navigator.de zur Verfügung steht.

Der EEG-Navigator besteht aus einem Vergütungsrechner, den verlinkten EEG-Handbüchern und einem Bereich „Aktuelles“ mit den neuesten Entwicklungen, Anwendungshilfen und Hinweisen zur EEG-Umsetzung. Die Anwendung ist professionell aufgebaut und richtet sich an Netzbetreiber, Anlagenbetreiber, Installateure und alle anderen Organisationen, die sich mit der EEG-Umsetzung auseinandersetzen (u. a. Anlagenplaner, Banken, Behörden, Wirtschaftsprüfer und Verbände). Der unschlagbare Vorteil gegenüber jeder anderen Arbeitshilfe zur EEG-Umsetzung auf dem Markt: Der EEG-Navigator wird fortlaufend ausgebaut und aktualisiert (u. a. Berücksichtigung der Rechtsprechung, Formulierungshilfen, Muster, Aktuelles etc.). Der Anwender greift automatisch auf die neueste Version zu. Mittlerweile nutzen rund 500 Unternehmen und Einzelpersonen den EEG-Navigator (Stand: 20.02.2021).

Wir bieten die Nutzung des EEG-Navigators für ein jährliches Nutzungsentgelt in Höhe von 490,– Euro zzgl. gesetzlicher MwSt. für die einzelplatzbezogene Anwendung an. Bitte fragen Sie uns nach unseren Konditionen für Firmennutzungsrechte (vbew-gmbh(at)vbew.de).

Sonderangebot für Prosumer bis 31.12.2021: Für private Anlagenbetreiber bieten wir Ihnen den EEG-Navigator mit einer Einjahreslizenz zum Preis von 100,- Euro an. Die Lizenz endet nach Ablauf von 12 Monaten automatisch. Bitte einfach auf dem Zugangsformblatt handschriftlich „Prosumer“ vermerken.

Mit dem EEG 2021 wurde die sog. Bagatellgrenze für Eigenversorgungsanlagen, welche Strom aus erneuerbaren Energien (sog. EEG-Anlagen) erzeugen, auf 30 kW und einer jährlich privilegierten Strommenge von 30.000 kWh erhöht. Unterhalb dieser Grenzen fällt auf den selbstverbrauchten Strom keine EEG-Umlage an. Bei Stromerzeugungsanlagen aus fossilen Energieträgern (z. B. Erdgas-BHKW) gelten die alten Grenzen weiter (10 kW/10.000 kWh). Mittlerweile fällt es selbst ausgewiesenen EEG-Experten schwer, den Überblick bei den gesetzlichen Vorgaben zur EEG-Umlage auf Eigenversorgung zu behalten. Aus diesem Grund haben wir eine vereinfachte Grafik entwickelt

Weitere Arbeitshilfen und Formulare zur Umsetzung der EEG-Umlage auf Eigenversorgung finden Sie im EEG-Navigator der VBEW Dienstleistungsgesellschaft mbH.

 

Grafik "Vereinfachte Darstellung EEG-Umlage":

Überblick EEG-Vergütungen

Die EEG-Vergütungen für Anlagen, die in 2021 erstmals in Betrieb gehen, haben wir in einer Übersicht für Sie zusammengestellt.

VBEW-Vergütungsübersicht

In der Kombination von Eigenversorgung und Elektromobilität liegen große Chancen für Stromverbraucher und Stromnetzbetreiber. Die Stromverbraucher können kostengünstig ihre Fahrzeuge mit dem selbsterzeugten Strom zumindest teilweise wieder aufladen und die Stromnetzbetreiber profitieren vom netzdienlichen Verhalten der Elektromobilisten.

Die VBEW Dienstleistungsgesellschaft bietet dazu am 19.05.2021 das Webinar „Kombination von Eigenversorgung und Elektromobilität“ an.

Eine anschauliche Übersicht zu den einschlägigen gesetzlichen Anforderungen mit Umsetzungsbeispielen liefert die Broschüre des Bundesverbandes der Solarwirtschaft e.V. „Photovoltaik und Elektromobilität sinnvoll kombinieren“.

Leitfaden Photovoltaik und Elektromobilität sinnvoll kombinieren

Weitere Informationen zur Elektromobilität finden Sie in der entsprechenden Rubrik des VBEW-Internetauftrittes.

Das Marktstammdatenregister ist ein umfassendes behördliches Register für Stammdaten des Strom- und Gasmarktes, das von Behörden und Marktakteuren des Energiebereichs genutzt werden muss.

So haben auch private Anlagenbetreiber die Pflicht, ihre Anlage(n) im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur anzumelden. Vor dem 31.01.2019 in Betrieb genommene Photovoltaik-Anlagen (einschließlich Stromspeicher) mussten bis zum 31.01.2021 registriert sein; danach in Betrieb genommene Anlagen bereits einem Monat nach Inbetriebnahme der Anlage. Bundesnetzagentur und Stromnetzbetreiber informieren die Anlagenbetreiber regelmäßig über diese von ihnen zu erledigende Aufgabe.

Wichtig für den Zahlungsanspruch: Damit die Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ohne Abzüge ausbezahlt werden können, müssen die durch den Gesetzgeber vorgegebenen Registrierungspflichten beachtet werden. Ansonsten tritt keine Fälligkeit des Anspruchs auf eine Auszahlung ein!

Weitere Informationen und den Zugang zum Marktstammdatenregister finden Sie hier.

Bislang wurden für die Messung des eingespeisten Stroms aus kleinen Erzeugungsanlagen hauptsächlich analoge Zähleinrichtungen verwendet. Durch das Messstellenbetriebsgesetz haben sich die Rahmenbedingungen jedoch geändert. Zunehmend kommen sog. "Smart Meter“ zum Einsatz. Der Begriff "Smart Meter" wird gesetzlich aber nicht verwendet. Stattdessen unterscheidet man zwischen "modernen Messeinrichtungen" und "intelligenten Messsystemen". Einen guten Überblick über die Anforderungen an Ihre Messeinrichtung bietet die Bundesnetzagentur auf Ihrer Internetseite.

Ein Sonderproblem stellt die Abrechnung von minimalen Stromverbräuchen von Photovoltaikanlagen dar. Lesen Sie hierzu die Ausführungen der Bundesnetzagentur:

Netzbetreiber installieren für den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen in vielen Fällen einen Zweirichtungszähler. Im Rahmen seiner technischen Anschlussbedingungen ist der Netzbetreiber berechtigt, den Einbau von Zweirichtungszählern vorzuschreiben (§ 20 NAV).

Die Bundesnetzagentur ist grundsätzlich der Auffassung, dass jede Strom-Entnahme aus dem Netz und jede Einspeisung in das Netz eines Netzbetreibers nach dem EnWG messtechnisch erfasst werden muss.

Hintergrund: Der Zweirichtungszähler erfasst separat Einspeisung und Entnahme von Strom in das/aus dem Netz. Es wird exakt zwischen Entnahme und Einspeisung getrennt.

In der Vergangenheit wurden oft keine exakten Messungen vorgenommen. Zum Teil wurden auch Einrichtungszähler mit oder ohne Rücklaufsperre verbaut, die den geringen Verbrauch gar nicht abgebildet haben oder sich bei der Entnahme von Strom sogar rückwärts drehten. Wegen des steigenden Zubaus von PV-Anlagen führte dies zu erheblichen Mengen Strom, die aus dem Netz entnommen wurden, aber keiner Entnahmestelle zugeordnet werden konnten. Für die Netzbetreiber war die Prognose der Einspeisung und Entnahme kaum möglich, was die Systemstabilität gefährdet.

Mit dem Einbau des Zweirichtungszählers wird auch die – wenn vorhandene – Entnahme exakt erfasst. Die Entnahme von elektrischer Energie aus dem Stromnetz ist allerdings nur im Rahmen eines Lieferverhältnisses zulässig. Schließt der Anlagenbetreiber für seine PV-Anlage keinen Liefervertrag mit einem Energieversorgungsunternehmen ab, kommt mit der Entnahme von Energie automatisch ein Grundversorgungsvertrag nach § 36 EnWG oder ein Ersatzversorgungsverhältnis nach § 38 EnWG zustande. Der Anlagenbetreiber wird dann vom Grundversorger angeschrieben und über das Zustandekommen eines Grundversorgungsvertrages informiert.

Ein solcher Grundversorgungsvertrag kann einen vergleichsweise hohen jährlichen Grundpreis enthalten, der unabhängig vom Stromverbrauch ist. Ist ein Grundversorgungsvertrag zustande gekommen, dann müssen Anlagenbetreiber grundsätzlich also auch bei sehr geringem Bezug von Strom aus dem Netz bzw. bei verhältnismäßig geringem Stromverbrauch diesen Grundpreis zahlen. Dabei ist aber Folgendes zu beachten:

Aus Sicht der Bundesnetzagentur sind grundsätzlich zwei Fallkonstellationen zu unterscheiden:

  1. Wenn ein – und sei es auch noch so geringer – Strombezug stattfindet, ist das Zustandekommen eines Vertrages gesetzlich vorgesehen. In diesen Fällen kommt ein Entnahmevertrag mit dem Lieferanten/Grundversorger automatisch dadurch zustande, dass Strom entnommen wird. Die Menge des entnommenen Stroms spielt keine Rolle. Diese Regelung beruht auf dem Gedanken, dass jemand dafür verantwortlich sein muss, eine bestimmte Menge des nachgefragten Stroms auch bereitzustellen und zu beschaffen. Diese Verantwortung hat der Lieferant/Grundversorger. Die zuverlässige Bereitstellung von ausreichender Erzeugung zum Zeitpunkt der jeweiligen Entnahme – also der Einkauf entsprechender Mengen – ist ein wichtiger Baustein.
  2. Wenn der Zähler keinen Strombezug anzeigt, kommt aus Sicht der Bundesnetzagentur auch kein Entnahmevertrag zustande, weil die nach dem Gesetz erforderliche Entnahme von Strom in solchen Fällen nicht nachgewiesen werden kann.

Die Bundesnetzagentur hat nicht zu entscheiden, ob im konkreten Einzelfall ein Energielieferverhältnis – sei es in Form eines Liefervertrages oder in Form eines Grund- oder Ersatzversorgungsverhältnisses – zustande gekommen ist und welche Entgelte ggf. aufgrund dieses Lieferverhältnisses vom Letztverbraucher verlangt werden dürfen. Für solche Streitigkeiten ist ggf. der Zivilrechtsweg eröffnet. Außerdem haben Verbraucher die Möglichkeit, die Schlichtungsstelle Energie anzurufen.

Empfehlungen/Stellungnahme

Schichtungsstelle Energie

In einem Fall hat die Schlichtungsstelle Energie am 21. März 2013 entschieden (AZ: 4977/12), dass bei nicht nachweisbarem Strombezug auch kein Entnahmeverhältnis vorliegt und am 25. Juni 2015 eine weitere Schlichtungsempfehlung zum Stromverbrauch von PV-Anlagen getroffen (AZ 717/15).

Eine "Empfehlung zur Abrechnung der Bezugsseite von Photovoltaikanlagen bei minimalem Verbrauch" vom 30. April 2014 finden Sie unter folgendem Aktenzeichen AZ.: 4615/13.

Clearingstelle EEG

Die Clearingstelle EEG hat in einer Stellungnahme vom 19. Dezember 2016 die Ansicht vertreten, dass der Grundversorger keinen Anspruch auf Zahlung von Entgelten (Grundpreis, Abrechnung, Messpreis, Wartungskosten) hat, wenn kein Strom bezogen worden ist. Die Stellungnahme der Clearingstelle EEG finden Sie unter folgendem Link: https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/stellungnv/2016/42.

Der VBEW setzt sich für eine pragmatischere Lösung ein.

Die Abwicklung der Förderung des eingespeisten bzw. erzeugten Stroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bzw. dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) erfordert immer häufiger sehr komplexe Messkonzepte. Deshalb hat der VBEW bereits im Jahr 2013 entsprechende Auswahlblätter zur Festlegung eines anforderungsgerechten Messkonzeptes erarbeitet und zur Verfügung gestellt. Nachdem in der Praxis auch Messkonzepte für Erzeugungsanlagen mit Wärmepumpe und Messkonzepte für Selbstversorgergemeinschaften und immer öfter Messkonzepte für Speicher angefragt werden, haben wir die bisherigen Auswahlblätter ergänzt. Mittlerweile sind 5 Auswahlblätter mit insgesamt 20 Messkonzepten verfügbar, die als sogenanntes Handout zusammengefasst sind. Die VBEW-Messkonzepte haben inzwischen bundesweite Bedeutung erlangt.

Des Weiteren haben wir Anschluss- und Messkonzeptschemata für Ladeeinrichtungen erstellt.

Weitere Unterlagen wie Abrechnungshinweise und Verdrahtungsschemen finden Sie im EEG-Navigator der VBEW Dienstleistungsgesellschaft mbH.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aufgrund der dafür nicht ausgerichteten personellen Ausstattung der VBEW-Geschäftsstelle keine Beratungsdienstleistungen anbieten können.

VBEW-Messkonzepte Handout

VBEW-Schemata Ladeeinrichtungen im Einfamilienhaus

Der erste Schritt in die Energiewende „Dahoam“ ist häufig mit einer sog. Mikro-PV-Anlage, auch als „plug and play“-Lösung oder umgangssprachlich als "Stecker-PV" bezeichnet, für den Anschluss an einer Steckdose getan.

Unter Beachtung einiger Vorgaben dürfen „Mikro-PV-Anlagen“ mit speziellen Steckern an einem Endstromkreis angeschlossen werden. Wir haben dazu eine VBEW-Kurzinformation erstellt, die die maßgeblichen Vorgaben inkl. einem Hinweis auf die technische Norm VDE-AR-N 4105 enthält.

Bitte beachten Sie, dass auch diese Anlagen beim Netzbetreiber anzumelden sind (keine Bagatellgrenze). Es ist jedoch ein vereinfachtes Verfahren der VDE-AR-N 4105 für steckerfertige Erzeugungsanlagen, die an einer bereits vorhandenen speziellen Energiesteckdose angeschlossen werden, möglich. Dieses Verfahren ist nur bis zu einer Leistung von 600 W zulässig. Um eine hohe Anmeldequote solcher Anlagen zu erreichen, haben wir ein Musterformular „Anmeldung einer steckerfertigen Erzeugungsanlage bis 600 W“ erarbeitet. Bitte verwenden Sie im Zweifel das von Ihrem zuständigen Stromnetzbetreiber angebotene Formular und Verfahren.

Insbesondere weisen wir noch auf die vom FNN veröffentlichten FAQ’s zu steckerfertigen PV-Anlagen hin, diese sind sehr prägnant geschrieben und bieten eine gute Hilfestellung für alle ihre Fragen.

VBEW-Kurzinformation - Mikro-PV-Anlagen

Muster Anmeldung Steckerfertige-Erzeugungsanlage

Der VBEW e.V. und die VBEW Dienstleistungsgesellschaft mbH bieten Publikation an, die Ihnen den Einstieg in den energiewirtschaftlichen Ordnungsrahmen erleichtern sollen.

Der VBEW bietet auf seiner Internetseite eine Vielzahl von Übersichtsgrafiken an, die an der Energieversorgung interessierten Anlagenbetreibern darüber einen guten Überblick geben.

Auch private Anlagenbetreiber werden regelmäßig steuerlich zum Unternehmer mit den entsprechenden Pflichten (Umsatz- und Einkommensteuer), wenn sie eine Photovoltaikanlage errichten und den erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeisen, an den Netzbetreiber (EEG-Vergütung) bzw. an Dritte verkaufen oder diesen teilweise selbst verbrauchen. Das Bayerische Landesamt für Steuern (BayLfSt) hat dazu eine „Hilfe zu Photovoltaikanlagen“ mit Stand Januar 2021 erarbeitet.

In der neuen Ausgabe wurden insbesondere Änderungen beim Thema „Besteuerung der unentgeltlichen Wertabgabe für den privat verbrauchten Strom“ im Kapitel „Umsatzsteuer“ eingearbeitet. Die Kernaussage hierzu: „Die Bemessungsgrundlage bestimmt sich gem. § 10 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 UStG nach dem Einkaufspreis zuzüglich der Nebenkosten für einen gleichartigen Gegenstand.“ Bitte beachten Sie dabei, dass die umsatzsteuerliche Behandlung und die einkommensteuerliche Behandlung einer Photovoltaikanlage nicht deckungsgleich sein können.

Neben der Broschüre finden Sie auf der Seite des BayLfSt weitere Infos zu steuerlichen Aspekten bei Photovoltaikanlagen.

 

Die VBEW Dienstleistungsgesellschaft mbH bietet viele Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Eigenversorgung an. Die Teilnahme steht für jedermann offen.