02.08.11

VBEW-Journalistentag: Wasserkraft - die Energie für Bayern

„Die Wasserkraft ist Bayerns wichtigster und verlässlichster erneuerbarer Stromerzeuger,“ sagte Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW im Vorfeld des VBEW-Journalistentages. Seit über 100 Jahren leistet die Wasserkraft in Bayern bereits unverzichtbare Beiträge für die bayerische Energieversorgung. „Der Umbau der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien findet in Bayern längst statt. Die bayerischen Energieversorger stehen mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung für den zügigen weiteren Ausbau bereit“, so der Vorsitzende.

Die Wasserkraftwerke stellen an Bayerns Flüssen importunabhängig, zuverlässig, flexibel und speicherbar Strom in einer Größenordnung zur Verfügung, die für die Versorgung von 3,5 Millionen Durchschnittshaushalten ausreicht. Rund 15 Prozent des gesamten Stroms werden in Bayern von etwa 200 großen und etwa 4.000 kleineren Wasserkraftanlagen erzeugt.

Unter den erneuerbaren Energien in Bayern trägt die Wasserkraft nach Berechnungen des VBEW mit ca. 54 Prozent den Hauptanteil an der Stromgewinnung, gefolgt von der Biomasse (ca. 24 Prozent) und der Photovoltaik (ca. 20 Prozent). Die bayerischen Wasserkraftwerke vermeiden damit fast zehn Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr. „Wasserkraft hat den höchsten Wirkungsgrad aller Stromerzeugungsanlagen und liefert daher sehr wirtschaftlich grünen Strom,“ erläuterte der VBEW-Vorsitzende.

Gemäß dem Bayerischen Energiekonzept ist es das Ziel der Bayerischen Staatsregierung, in den nächsten zehn Jahren (2011 bis 2021) die Stromerzeugung aus Wasserkraft um gut 15 Prozent zu steigern. Somit soll die Wasserkraft bis zum Jahr 2021 mit 14,5 TWh rund 17 Prozent des Stromverbrauchs in Bayern decken.

„In Bayern kann die Wasserkraft noch ein gutes Stück weit ausgebaut werden, so dass fast 2 Mrd. kWh Wasserkraftstrom jährlich zusätzlich erzeugt werden können. Naturschutz und Gewässerökologie sind für die bayerischen Wasserkraftwerksbetreiber beim Neubau, bei der Modernisierung und der Nachrüstung von Anlagen wichtige Parameter,“ unterstrich der VBEW-Vorsitzende. Wenn es im Zuge der Umsetzung des Bayerischen Energiekonzeptes künftig auch zur Beschleunigung im Planungsrecht komme und von den Genehmigungsbehörden nach Gründen für Projekte statt dagegen gesucht werde, sieht Breidenbach gute Chancen für einen erfolgreichen weiteren Umbau der Energieversorgung.

Nutzen und Vorteile der Wasserkraft:

Klimaschutz: Wasserkraft verbraucht keine fossilen Brennstoffe (Öl, Gas), arbeitet völlig CO2-frei und trägt damit wesentlich zum Klimaschutz bei.

Hochwasserschutz: Die Stauanlagen mit ihren Dämmen und Deichen sind aktiver Hochwasserschutz. Somit wird ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Bevölkerung geleistet.

Gewässerschutz und Gewässerstruktur: Die Wasserkraftwerksbetreiber holen in Bayern pro Jahr tausende Tonnen Treibgut, Zivilisationsabfall und biologisch abbaubares Material aus den Flüssen.

Naturschutz: Bei Planung und Betrieb wird auf den Erhalt der Lebensräume von Pflanzen und Tieren geachtet und eine nachhaltige Verbesserung der Ökosysteme angestrebt.

Grundwasser: Mit der Errichtung von Stauanlagen wurde der Wasserspiegel wieder angehoben und damit auch die Grundwasserstände gestützt.

Fische: Gezielt werden Maßnahmen zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Flüsse sowie zur Verbesserung der Gewässerstrukturen ergriffen.

Freizeit und Erholung: Die Damm- und Deichstrecken bilden einen festen Bestandteil von Wander- und Radwegen entlang der Flüsse.

Weitere Informationen:

Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW
Kommunikation
Akademiestraße 7
80799 München

Tel. 089 / 38 01 82-45
Fax 089 / 38 01 82-29
E-Mail: vbew@vbew.de
Internet: http://www.vbew.de