04.05.09

Expertentreffen der bayerischen Wasserversorgung in Passau

Auf der Fachtagung Wasser des Verbandes der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW vom 4. bis 5. Mai 2009 in Passau treffen sich namhafte Referentinnen und Referenten der deutschen Wasserwirtschaft, um sich über aktuelle Themen und Entwicklungen in der Wasserversorgung zu informieren. An der Tagung nehmen Fachleute der Wasserversorgung, Wissenschaftler, Vertreter aus Ministerien und Behörden sowie Leiter von Wasserwerken teil.

„Die Fachtagung Wasser ist für uns ein jährlicher Erfahrungsaustausch und zugleich Branchentreffen, auf dem sich nicht nur Fachleute und Wissenschaftler sondern insbesondere Leiter von Wasserversorgungsunternehmen über die Trends und Entwicklungen unserer Branche austauschen können,“ so Jörn-Helge Möller, Geschäftsführer des VBEW. „Auf der Agenda stehen wichtige bayerische Wasserthemen, aber auch übergeordnete Themen, die unsere Branche betreffen und über die insbesondere die Wasserversorger informiert sein müssen.“

Als Tagungsort (s. unten) hat der VBEW Passau gewählt, da hier die Trinkwasserversorgung in ihrer Qualität, Struktur und Organisation exemplarisch für Bayern stehen kann. Die Stadtwerke Passau GmbH versorgt folgende Kommunen mit Trinkwasser: Die Stadt Passau, die Gemeinden Salzweg, Tiefenbach, die Gemeindeteile in Windorf, Vilshofen, Ortenburg, Fürstenzell und die österreichischen Gemeinden Wernstein, Schardenberg und Freinberg. Insgesamt werden diese Kommunen mit ca. 4 Mio. m³ Wasser über ein Wasserleitungsnetz von 752 km beliefert. 15 Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von ca. 19.550 m³ versorgen diese Gebiete optimal mit Wasser. Die höchste Tagesabgabe war im Juni 2008 mit ca. 18.000 m³, die niedrigste Tagesabgabe im Dezember 2008 mit ca. 9.000 m ³.

„Das Wasser der Stadtwerke Passau wird hauptsächlich aus dem Grundwasserbegleitstrom des Inn auf der Insel Soldatenau gefördert und hat eine hervorragende Qualität,“ erläutert Gottfried Weindler die Situation der Trinkwasserversorgung in Passau. „Dies wird allein dadurch bewiesen, dass pro Liter Wasser 55 mg Calcium und 12,6 mg Magnesium enthalten sind. Der Nitratgehalt liegt mit 4,9 mg je Liter weit unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung.“

Die bayerischen Unternehmen der Wasserwirtschaft setzen sich mit Nachdruck und hohem Engagement seit Jahrzehnten trotz wachsendem Kostendruck für eine zuverlässige Wasserver- und -entsorgung ein. Die überwiegende Zahl der Wasserversorgungsunternehmen in Bayern ist aufgrund der gewachsenen Struktur als kleine und mittlere, lokale oder regionale Stadt-, Gemeindewerke oder Zweckverbände tief in ihren Regionen verwurzelt.

In den letzten Jahren haben die Versorger trotz wachsenden Kostendrucks im Durchschnitt rund 140 Mio. Euro in die Wasserversorgung investiert. Mit dieser hohen Investitionsquote sind sie ein bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor und Konjunkturmotor und sorgen für Wachstum. Handwerksbetriebe und ortsansässige Firmen profitieren von ihren Aufträgen.

Mit ihren qualifizierten Arbeitsplätzen sind die Wasserversorger ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Die Ausbildungsquote liegt bei etwa 8 Prozent. Damit bieten sie vielen jungen Menschen einen zukunftsorientierten Einstieg ins Berufsleben.

Um Arbeitsplätze und Investitionen zu sichern, sowie das Gleichgewicht zwischen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz zu erhalten, setzt sich der VBEW auf politischer Ebene mit Nachdruck für langfristig stabile wirtschaftliche und nachhaltige Rahmenbedingungen in der Wasserpolitik ein.

Programm:

www.wasserfuerbayern.de (www.vbew.de)

Weitere Informationen:

Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW
Kommunikation
Akademiestraße 7
80799 München

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Fax 089 / 38 01 82-29
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