26.09.12

Energiewende erfordert Engagement aller und zukunftsfähige Lösungen - Energie ist viel mehr als Strom

„Der Umstieg auf die erneuerbaren Energien geht vor allem in der Stromerzeugung zügig voran. Bayern ist Spitzenreiter bei der Stromerzeugung aus Photovoltaik und soll auch bei der Windkraft deutlich aufholen,“ sagte Detlef Fischer, Geschäftsführer des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW. „Es muss uns klar sein, dass wir bislang erst eine „Stromwende“ angelegt haben. Fast alle Anstrengungen konzentrieren sich auf die Stromerzeugung oder das Stromsparen.“ Zu einer richtigen „Energiewende“ mit 100 Prozent Erneuerbaren wird es noch ein weiter Weg sein. „Erdgas ist dabei der wichtigste Partner von Sonne, Wind und Co.,“ sagte Detlef Fischer.

Die richtige Energiewende steht noch aus.
Der Energiebedarf für Wärme und Mobilität ist weitaus höher als für Strom.
Neben der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien spielt auch die Energie, die zur Deckung des Wärmebedarfs und für die Mobilität benötigt wird, eine wichtige Rolle. „Die Energiewende muss auch beim Wärmebedarf von Gebäuden und bei Fragen unseres Mobilitätsverhaltens ansetzen“, sagte Fischer. Während der Stromanteil am Endenergieverbrauch eines Privathaushaltes in Deutschland heute bei rund 10 Prozent liegt, werden im Durchschnitt für Heizung und Warmwasser über 55 Prozent und für das Auto rund 34 Prozent der Energie benötigt. „Beim Stichwort „Energiesparen“ denken die meisten von uns zunächst nur ans Stromsparen,“ sagte Fischer. Aber eine richtige Energiewende ist auch eine Frage des persönlichen Lebensstils. „Energiewende bedeutet auch, dass wir unseren konsum- und mobilitätsorientierten Lebensstil überdenken müssen,“ sagte Detlef Fischer. „Es wäre für die Bekämpfung des globalen Treibhauseffektes beispielsweise wenig hilfreich, wenn die „Bayern“ ihre Erlöse aus den Photovoltaikanlagen in klimabelastende Reisen mit dem Flugzeug, in Kreuzfahrten oder in spritschluckende Autos investieren würden.“ Nur bei einem ganzheitlichen Engagement aller könne der Umbau der Energieversorgung auf erneuerbare Energien gelingen, so der VBEW-Geschäftsführer.

Zukunftsfähige Lösungen – damit möglich wird, was machbar ist.
Erdgas ist der wichtigste Partner der erneuerbaren Energien.
„Derzeit sind 100-Prozent-Erneuerbare-Energien-Szenarien selbst in der Stromversorgung allerdings noch nicht realistisch,“ sagte Fischer. Konventionelle Kraftwerke müssen die wetter- und tageszeitbedingten Schwankungen durch die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie noch auf lange Sicht ausgleichen. „Erdgas ist dafür der Partner der Erneuerbaren. Durch erdgasbetriebene Kraftwerke können die Schwankungen schnell und dauerhaft ausgeglichen werden,“ sagte Klaus-Peter Dietmayer, Mitglied des VBEW-Vorstands. Diese Kraftwerke werden bei Bedarf binnen Minuten hoch- oder runtergefahren, können aber auch beliebig lange mit Volllast durchlaufen.

Verantwortung auf „alle Schultern“ verteilen.
Die bayerische Energiewirtschaft tut alles dafür, dass die Strom- und Gasversorgung auch künftig sicher ist. Sie sind aber nicht mehr die alleinigen Spieler auf dem Spielfeld. Auch jeder Bürger, der sich aktiv an der Energieversorgung beteiligt, trägt ein Stück Verantwortung. Die dezentral erzeugte Energie (z.B. aus Photovoltaik- und Biomasseanlagen) muss verlässlich zur Versorgung aller einsetzbar sein. Letztendlich wird es darauf ankommen, akzeptable Rahmenbedingungen für alle Akteure zu setzen, um eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Hier gibt es noch großen Handlungsbedarf durch den Gesetzgeber.

Bayerische Energie- und Wasserversorgung – Experten in Sachen Strom, Gas, Wärme und Wasser
Die Bayerischen Energie- und Wasserversorgungsunternehmen stehen mit Ihrem Know-how und ihren Erfahrungen zur Umsetzung der Energiewende bereit. In vielen Projekten praktizieren sie bereits seit langem zukunftsfähige Lösungen vor Ort. Auch die Energieberater der örtlichen Versorgungsunternehmen informieren kompetent, wie Einsparpotenziale in Haushalten und Unternehmen umgesetzt werden können. Mit der eingeleiteten Energiewende kommen nicht nur auf die Energieversorger wichtige Aufgaben zu, sondern auch auf die Wasserversorger. „In Bayern wird beispielsweise Trinkwasser überwiegend aus naturbelassenem Grundwasser gewonnen. Beim Anbau von Energiepflanzen oder beim Betrieb von Energieerzeugungsanlagen ist der Schutz des Grundwassers daher besonders wichtig,“ sagte Detlef Fischer. Bei der Erforschung des grundwasserschonenden Energiepflanzenanbaus beteiligt sich die bayerische Wasserwirtschaft.

Terminhinweis:
Pressegespräch am 28. September 2012, 11:00 Uhr mit dem Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest in Halle 4.
Als Vertreter des VBEW stehen für Fragen vor Ort zur Verfügung:
Klaus-Peter Dietmayer
, Mitglied des VBEW-Vorstands und Geschäftsführer der erdgas schwaben gmbh und
Stephan Rösner, Mitglied des VBEW-Vorstandsrats und Geschäftsführer der Stadtwerke Mühldorf am Inn
Ort: Zentral-Landwirtschaftsfest, auf dem südlichen Teil der Theresienwiese/Oktoberfest, Halle 4 „DIE NEUE ENERGIEWELT“, VBEW-Messestand.
Anfahrt
Weitere Informationen: www.vbew.de Terminhinweis zum ZLF

Anmeldung:
Zu diesem Termin sind Sie herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich
per E-Mail unter mailto:pressestelle(at)stmwivt.bayern.de oder per Fax an 089 / 2162-2614 an.

Für den Zutritt zum Zentral-Landwirtschaftsfest bitten wir Sie, sich unter folgendem Link zu akkreditieren: http://www.zlf.de/akkreditierung

Weitere Informationen:

Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW
Kommunikation
Akademiestraße 7
80799 München

Tel. 089 / 38 01 82-45
Fax 089 / 38 01 82-29
E-Mail: vbew@vbew.de
Internet: http://www.vbew.de